"Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen."

Rudolf Steiner

Jahresrhythmus


Beginnen wir im Frühling. Wenn die Tage wieder etwas länger werden und der Frühling Einzug hält, steht auch schon das Osterfest mit seinen Ostergärtlein als Sinnbild für jedes Kind vor der Türe. Wir säen Osterweizen oder -gras in die Tonschalen, ein Häschen und ein rotes Ei folgen am Ostersonntag und zeigen die Grundelemente der Osterfeier mit ihrer Bildsprache den Kindern auf. 

Im Jahreslauf folgen Himmelfahrt und Pfingsten. Diese beiden Feste werden im Kindergarten durch die christlichen Hintergründe belebt. Zur Pfingstfeier backen wir gerne Pfingstrosenbrot und lassen kleine selbstgestaltete Vögelchen mit nach Hause fliegen. 

In der Mitte des Jahreskreises findet sich das Johannisfest. Im Kindergarten werden die Kinder in den Tätigkeiten und dem besonderen Reigen mitgenommen, die Hintergründe des heiligen Johannes kennen zu lernen. Manches Jahr tanzen wir im Garten auch um unsere Feuerstelle "ich spring' übers Feuer und werde ein Neuer". 

Nun folgt der Herbst mit seiner Farbenpracht und seinen Festen, wie Michaeli, Erntedank und letztlich Sankt Martin. Auch hier kann der Hintergrund bei genauer Betrachtung an den namensgebenden Patronen abgelesen werden. 

Werden die Nächte intensiv dunkel und von Kerzenschein erhellt, treten wir in die winterliche Jahreszeit ein. Wir gehen gemeinsam in das Adventgärtlein bzw. die Adventspirale. Danach folgen die Nikolauszeit mit den kleinen blauen Säckchen und die stille Weihnachtszeit. In dieser knüpft dann nach den heiligen Nächten die Drei Königszeit an. 

Hiermit schließt sich der Jahreskreislauf der Festzeiten.